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Montag, 9. Januar 2012

Gedankenkontrolle

oder: Du bist, was du glaubst


Teil 2 - Das Spiel der Gedanken  |  »Teil 1  »Teil 3  »Teil 4


Nun, eigentlich ist es ganz einfach. Eigentlich. Es gibt eine Weisheit, die vermutlich jeder kennt oder schon mal gehört hat: "Du bist, was du glaubst." Und da fangen die Probleme auch schon an.

Was glaubst du denn? Oder was meinst du, glauben zu sollen oder zu müssen?

Diese Weisheit ist nicht nur ein kluger Spruch, sie ist ein kosmisches Gesetz und entspricht dem Energiegesetz. Der Mensch erschafft seine Wirklichkeit, sein ganz reales Leben, die Situationen und Gegebenheiten darin und auch seine Persönlichkeit durch das, was er glaubt und für wahr hält. So funktioniert der menschliche Geist, und so funktioniert auch das ganze Universum, wenn es geistige Vorstellungen und Möglichkeiten in Gestalt und Form bringt (sehr vereinfacht und unwissenschaftlich ausgedrückt).

Zuerst ist da eine Idee, ein Gedanke, der auf unterschiedlichen Wegen in den Kopf gelangt, sowohl von innen aus der eigenen Wesensessenz, wie auch von außen durch Anregung aus Informationen aller Art, Lehren aller Art, Austausch mit anderen Menschen, Medien, etc.. Sobald man sich dieser Idee bewusst ist, beginnt sie vor dem geistigen Auge Gestalt anzunehmen, man denkt darüber nach, malt dieses Bild weiter aus und hat schließlich eine mehr oder weniger genaue Vorstellung davon, wie es als Realität aussehen könnte. An dieser Stelle ist entscheidend, ob man an diese Vorstellung glaubt, d.h. ob man sie für wahr bzw. für wirklichkeitsgetreu hält.

Diese Entscheidung trifft der Verstand abhängig davon, welche Erfahrungen mensch gemacht hat und welches Bild von sich selbst und von der Welt er daraus abgeleitet hat. Der Verstand gleicht bewusst und unbewusst ab mit dem, was er weiß, gelernt hat, was er als Wirklichkeit erfahren hat, und lotet aus, wie wahr und wahrscheinlich die Idee und Vorstellung wohl ist. Im idealen Fall zieht der Verstand die Intuition zu Rate und lässt sich leiten vom inneren Gefühl, das - sofern intakt und unverletzt - die größere Weisheit besitzt. Bei den meisten Menschen der hochtechnisierten modernen Welt unserer Zeit spielt die Intuition, das innere Gefühl allerdings eine untergeordnete Rolle, meistens regiert der Verstand nach den Gesetzen der reinen Vernunft, der Ratio. Nach welchen Kriterien auch immer - irgendwann hat die Idee oder die gedankliche Vorstellung den Punkt erreicht, an dem man sie verwirft oder annimmt.

Gedanken - auch die unbewussten -, die man für wirklichkeitsgetreu hält - also, sie glaubt und annimmt - erzeugen dem Gedankeninhalt entsprechende Emotionen und nehmen spätestens in diesem Moment wirklichkeitserzeugenden Charakter an. Das heißt, sie werden zum Bestandteil der Persönlichkeit und zu einem mit eben diesem Gedankeninhalt aufgeladenen Energiefeld, das man integriert und das somit auch Bestandteil der persönlichen Ausstrahlung wird.

Das, was man an persönlicher Energie ausstrahlt, zieht entsprechend dem Energiegesetz Gleiches an, vielleicht steckt man selbst auch noch aktiv Energie durch entsprechendes Handeln (oder Unterlassen) hinein ... und der Erschaffungsprozess nimmt seinen Lauf und führt zu handfesten, realen Lebenssituationen. Natürlich sind diese Prozesse nicht unumkehrbar - man kann zu neuen Erkenntnissen kommen, wenn man sich mit der erschaffenen Wirklichkeit nicht im Einklang fühlt bzw. sich diese tatsächlich als nicht übereinstimmend mit der inneren Wahrheit herausstellt. Man wendet sich einer alternativen Idee zu, und das Spiel beginnt von neuem.

Auf diese Weise erschafft man fortlaufend (bewusst und unbewusst) sein persönliches Schicksal, und da das jeder Mensch tut, entsteht daraus auch Kollektivschicksal, je nach dem, von welchem (Zeit-)Geist bzw. Charakter eine Gemeinschaft von Menschen (eine Familie, ein Ort, ein Land, ein Kontinent, die Weltgemeinschaft als Ganzes) geprägt ist. Es funktioniert im Kleinen wie im Großen.

Mir scheint, es gibt zur Zeit keine größere Herausforderung für jeden einzelnen als das Erforschen der wirklichen inneren Wahrheit, die jeder Mensch tief vergraben in sich trägt, und der gigantischen Irrtümer, die sich jeder im jetzt auslaufenden Zeitalter hat überstülpen lassen.

 

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