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Freitag, 7. März 2008

Privatvergnügen Krieg


Was mag es für ein Gefühl sein, den Beruf eines Kriegshandwerkers auszuüben? Was bewegt einen Privatmenschen, sich freiwillig für einen Berufsweg zu entscheiden, der das Töten von Mitmenschen und bewusste und gewollte Gewaltausübung zum Inhalt hat? Was geht in einem Menschen vor, der einen solchen Arbeitsvertrag unterschreibt? Gibt es da Lohnverhandlungen? Wieviel kann man verdienen als Lebensvernichtungsarbeiter? Wieviel Lohngeld ist es wert, Mitmenschen, die man nicht einmal kennt, als Feind zu betrachten und zu behandeln? Wonach richtet sich die Höhe des Gehalts - nach dem persönlichen Grad der Aggressionslust? Oder nach der Abschussquote?

Hat ein Kriegshandwerker Kinder? Was erzählt er seinen Kindern über seinen Beruf? Ist dieses Kind stolz auf seinen Vater? Hat ein professioneller Kriegsmann (gibt's da auch Frauen?) eine Mutter und einen Vater? Was mögen diese fühlen angesichts der Berufsentscheidung des eigenen Fleischs und Bluts, das sie ins Leben gesetzt haben und das ausgezogen ist, Leben zu vernichten?

Wie fühlt sich ein Angestellter eines militärischen Wirtschaftsunternehmens, wenn er sich nach getaner Arbeit schlafen legt? Wovon träumt er? Und schmeckt einem Kriegshandwerker das Essen, das er sich durch Ausübung von Gewalt auf menschliches Leben verdient hat?

Ist ein Kriegsarbeiter krankenversichert? Welche Versicherung versichert die Krankheiten derer, die andere krank bis tot machen? Bekommen Kriegshandwerker eine Altersversorgung? Wenn sie alt genug werden und in den Genuss derselben kommen - sitzen sie dann in ihren Schaukelstühlen, lächeln versonnen und erzählen ihren Enkeln Geschichten von ihren Berufserfolgen?

Von was für einem Selbstverständnis und von welchem Menschenverständnis ist ein Staat geprägt, dessen Verfassung die Gründung von Unternehmen in der freien Wirtschaft zulässt, deren Unternehmensgegenstand und Kernkompetenz Gewalt und Mord ist? Von welchem Geist ist ein Staat beseelt, der aus den Erträgen dieses Unternehmens und den Einkünften der Angestellten Steuern erhebt, die wiederum in die Erhaltung des Staates fließen? Was mag ein Ottonormalmensch fühlen, der von seinem Staat irgendeine Leistung aus Steuergeldern erhält, an denen Blut klebt von Menschen eines fernen Landes?

Von welchem Geist beseelt und von welchem psychologisch-psychopathischen Muster sind Menschen geprägt, die als Erfüllungsgehilfen ihrer Staatsregierung Mitglieder ihrer eigenen menschlichen Rasse als Angriffsobjekte betrachten, wahllos nach dem Leitspruch " für Geld führen wir jeden Auftrag aus" ? 

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